TERRA

Erdmischungen, allgemeine Infos

Nicht jede Topferde ist zum Anbau von schnell wachsende Pflanzen geeignet. Die wichtigsten Faktoren, die bei der Wahl der richtigen Topferde beachtet werden müssen, sind: Struktur, Vordüngung und Säuregehalt (pH-Wert). Für hohe Erträge sind eine gute Vordüngung und der richtige pH-Wert des Substrats ausschlaggebend.

Topferde zählt gemeinsam mit Steinwolle und Kokos zu den am häufigsten eingesetzten Substraten beim Anbau von schnell wachsende Pflanzen. Sie ist einfach in der Verwendung und - da sie ein grundsätzlich biologisches und natürliches Produkt ist - vor allem bei Biogrowern sehr beliebt. Zudem bleiben bei der Verwendung von CANNA-Düngemittel kaum Rückstände in der Erde zurück, wodurch die Erde problemlos und umweltschonend als Bodenverbesserer eingesetzt werden kann.

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Die Bezeichnung ‘biologisch’ bzw. ‘natürlich’ trifft auf Topferde übrigens nur zum Teil zu, da in Topferde häufig auch nicht natürliche Substanzen, wie Perlit und Mineraldünger, verarbeitet werden. Perlit ist ein mineralisches Granulatgestein, das industriell gewonnen wird.

Geschichte

infopaper-terra_text_2.jpgAls sich die Gletscher am Ende der letzten großen Eiszeit (vor circa 12000 Jahren) in nördlicher Richtung zurückzogen, blieben weite kahle Sandflächen zurück. Darauf entwickelte sich die erste Vegetation, starb ab und bildete die unterste Moorschicht, die auch heute noch an der so genannten ‘Schilftorfschicht’ zu erkennen ist.

Danach kam es zu einer längeren Torfbildungsphase, die 6000 und 3000 Jahre vor Christus durch kürzere Eiszeiten unterbrochen wurde. In diesem Zeitraum bildete sich die so genannte Schwarztorfschicht. Um ca. 3000 vor Christus kam es zur nächsten Torfbildungsphase, während der die Weißtorfschicht entstand.

Die zwischen dem Weißtorf und dem Schwarztorf liegende Schicht wird als Grautorfschicht bezeichnet. Den Abschluss des Bodenprofils bildet jene Vegetationsschicht, die auch als ‘Bunkerde-Schicht’ bezeichnet wird.

Eine gute Basis

Torf bildet die Basis jeder hochwertigen Topferde. Er stammt vorwiegend aus Gebieten mit sehr nährstoffarmem (Niederschlags-)Wasser und enthält daher nur wenig Nährstoffe. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, die Topferde mit allen für das Wachstum der Pflanze unentbehrlichen Nährstoffen anzureichern. Dazu können spezielle Erddünger oder biologische Dünger, wie z.B. Algensäfte, aus Fischresten hergestellte Düngerlösungen, getrockneter Kuhmist, Wurmmist sowie Horn-, Blut- und Knochenmehl, verwendet werden. Da Torf in der Lage ist, Spurenelemente (vor allem Kupfer) zu binden, müssen diese ebenfalls beigegeben werden.

Die Bindung von Spurenelementen hängt stark von der jeweils verwendeten Torfart ab; Moostorf besitzt beispielsweise eine geringere Bindungsfähigkeit als Gartentorf. Die meisten im Handel erhältlichen Erdsubstrate sind vorgedüngt und auf einen günstigen pH-Wert eingestellt. Dies sorgt für eine ausgewogene Wasser- und Luftzufuhr im Wurzelbereich, vermindert das Risiko einer mangelhaften Nährstoffversorgung und verhindert Probleme mit dem pH-Wert.

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Die große Vorliebe für Topferde lässt sich aber auch dadurch erklären, dass sie seit jeher zum Anbau von schnell wachsende Pflanzen verwendet wird, wodurch sich ein enormer Wissensvorsprung gegenüber anderen Substraten (wie z.B. Steinwolle und Kokos, die erst später zum Einsatz kamen) ergibt.

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