Cultivation

Kultivierung

Bevor Sie mit der Kultivierung Ihrer Pflanzen beginnen, sollten Sie zunächst einmal darüber nachdenken, was genau Sie wollen und was möglich ist. Hierbei sollten Sie in Betracht ziehen, wie viel Geld Sie in Pflanzmaterialien und Kultivierungsgerätschaften, wie Nährmittel, Leuchten und Ventilatoren investieren können. Werden Sie innen oder draußen anpflanzen? Welche Pflanzensorte werden Sie verwenden und an was für eine Art Ernte hatten Sie gedacht? Welches Anfangsmaterial werden Sie brauchen?

D. Kroeze, CANNA Research

Erste Schritte

Wieviel Platz steht Ihnen zur Kultivierung zur Verfügung? Wie viele Pflanzen pro Quadratmeter? Welches Wachstumsmedium soll verwendet werden?

Es gibt also einige Punkte, über die man sich zunächst klar werden sollte und sie sind alle direkt mit einander verbunden. Wenn Sie alle diese Fragen im Voraus aus dem Weg räumen, können Sie Ihre Erwartungen am besten erfüllen und werden keine unangenehmen Überraschungen erleben..

Samen

In der Regel kauft man Samen ein, um eine Mutterpflanze heranzuziehen, von der man Stecklinge erhalten kann. Es ist also ausgesprochen wichtig, dass diese Samen gesund sind.. Gesunde Samen sind hart und glänzend, während sterile oder unreife Samen eher blass und matt wirken.

Die Samen, die in den Niederlanden angeboten werden, sind als Hybridsamen bekannt. Hybridsamen sind Kreuzungen verschiedener Arten einer Pflanzensorte. Wenn diese Samen dann erneut mit einander gekreuzt werden, kann dies oft zu Pflanzen führen, die nicht zur Kultivierung geeignet sind.. Beachten Sie bitte auch, dass sich etwa die Hälfte Ihrer Samen in männliche Pflanzen entwickeln wird. Männliche Pflanzen produzieren keine Früchte und befruchten die weiblichen Blüten, was die Qualität ihrer Früchte deutlich beeinträchtigen wird.

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Samen können auf verschiedene Weisen ausgekeimt werden, es ist jedoch immer empfehlenswert, dies im Haus zu tun, da die Umwelt dort klimatisch geschützter ist. Bevor ein Samen keimen kann, muss er zunächst Wasser absorbieren. Wenn dies getan ist, werden die biologischen Prozesse im Samen angeregt - der Samen erwacht so zu sagen zum Leben. Sie können die Samen zum Beispiel in ein Glas mit Mineralwasser Wasser legen.
Nach 24 Stunden dann alle Samen 5-10mm tief einpflanzen und locker mit Sämlingserde bedecken.

Wenn ein Wurzelende erscheint, legen Sie den Samen auf ein feuchtes Küchentuch aus Zellstoff. Wie lange es dauert, bis eine Wurzel erscheint, hängt von der Sorte und dem Alter des Samens ab. Sie sollten immer sicherstellen, dass die Samen genügend Platz für Luftzirkulation haben, da dies Schimmelbildung verhindert. Nach einem weiteren Tag sind die Samen nun bereit, in ihr Wachstumsmedium eingeführt zu werden und sie sollten etwa 5 mm tief eingepflanzt werden. Vergewissern Sie sich, dass der Boden feucht, aber um die Samen herum nicht zu nass ist. Sie sollten also nicht zuviel wässern.

Wenn die ersten richtigen Blätter der Pflanze gewachsen sind, können Sie zum ersten Mal Dünger zuführen. Die Konzentration des Düngers sollte nicht zu hoch sein: ein maximaler EC-Wert von 1,2 wird empfohlen, je nach EC-Wert des Wassers. Achten Sie auf eine gleichbleibende Temperatur zwischen 20 und 25 °C. Ideale Luftfeuchttigkeit während dieser Zeit wäre 60 - 70.

Zusätzlich zu dem Dünger, spielt auch das Lichtspektrum der Pflanzlampen eine große Rolle bei der Entwicklung Ihrer Pflanzen. Beispielsweise ist der blaue Teil des Spektrums für die Wachstumsbreite und nicht die Höhe der jungen Pflanzen verantwortlich. Sie können also unter Beachtung dieser Einzelheit dafür sorgen, dass Ihre Pflanzen robust und widerstandsfähig erblühen. Den Wachstumsbeginn in einem anderen Raum, als dem endgültigen Kultivierungsraum durchzuführen, wird "Vorwachsen" genannt. Diese Vorgehensweise führt zu robusteren Pflanzen, die schneller Wurzeln schlagen und sofort zum Blühen gebracht werden können. Weitere Vorteile dieser Methodik bestehen darin, dass Sie weniger Pflanzensterben erleben und häufiger ernten werden können. Für das Vorwachsen werden in der Regel Neonlampen eingesetzt, da diese Art Lichtquelle überall erhältlich und preisgünstig ist. Außerdem können Lampen dieser Art sehr nahe an den Pflanzen aufgestellt werden, es wird also weniger Platz benötigt und teure Geräte, wie Abluftventilatoren zur Klimakontrolle, werden überflüssig.

Noch ein Tipp!

Die Lampenreflektoren verstauben mit der Zeit, Sie sollten sie also regelmäßig reinigen. Forschungsergebnisse zeigen, dass die ausgegebene Lichtmenge schnell um 20% absinken kann!

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